Telekommunikationsunternehmen – oder wie man den Glauben an das Gute im Menschen verlieren kann

Abgesehen von der Tatsache, dass ich irgendwann wahrscheinlich nur noch bei der Deutschen Telekom einen Telefonanschluss bekomme – und das auch nur, weil sie mich anschließen müssen, verliert man bei der aktuellen Situation rund um Telekommunikationsanbieter langsam den Glauben an das Gute im Menschen oder in Unternehmen.

Warum scheint es inzwischen Standard zu sein, seine eigenen Kunden an der lange Leine zu halten, sie mit unwirksamen Regelungen zu hintergehen, Gutschriften, die man ihnen selber zugesichert hat, nicht auszuzahlen, trotz nicht funktionierender Telefonanschlüsse Kündigungen nicht zu akzeptieren und auch die Telefonnummern nicht freizugeben oder beispielsweise über Monate nicht fähig zu sein, einen Anrufbeantworter zu deaktivieren?

Schreiben von Mandanten helfen nie und werden wohl schon von der Empfangsdame geschreddert – erst wenn der anwaltliche Brief kommt, dann wird – hin und wieder – reagiert und plötzlich ist eine kulante Lösung denkbar. Seltsames Geschäftsgebahren ist das doch, oder?

Ich hoffe, mich fragt in Zukunft keiner mehr, welchen Telefonanbieter ich empfehlen kann, ich wüßte keine Antwort und könnte im Notfall nur noch zu dem einzigen tendieren, der nicht gleich mit Unterschrift zu 24 Monaten Mindestvertragslaufzeit nötigt.

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Geschrieben von: Marian Härtel

5 Responses to “Telekommunikationsunternehmen – oder wie man den Glauben an das Gute im Menschen verlieren kann”

  1. Jimmy Says:

    Alice?

  2. Marian Härtel Says:

    Nun ja, ich persönlich finde das zumindest einen riesigen Vorteil für den Kunden…

  3. Sascha Says:

    Hm… Alice ganz toll…
    Nach 5 Monaten Kampf bin ich nun fast bei Alice angekommen. Nur leider kann ich noch nicht angerufen werden. Mal schauen wie lange das dauert.

  4. Kristof Says:

    … ein einziges Trauerspiel. Den ersten Platz unter den Schurken dürfte 1&1 belegen. Erst durch obsiegendes Urteil (15 C 268/08) konnte ich dort entkommen …

  5. [...] aus Kulanz und ohne Präjudiz für die Sach- und Rechtslage [...] | Recht Medial - von Rechtsanwalt Marian Härtel - Berlin Says:

    [...] ja, die lieben Damen und Herren von *zensiert*. Sie machen nicht nur diesem Eintrag alle Ehre, nein sie schreiben auch noch witzige Briefe. Nach drei unbeantworteten Briefen und eine [...]

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