DSDS ist wirklich Kunst!
Gut, ich muss aufpassen, dass ich es mit meinen Aussagen nicht übertreibe und plötzlich eine Horde Mädchen bei mir vor der Bürotür ist, weil ich indirekt anzweifele, ob DSDS Kunst sein könnte. Dabei geht es gar nicht um die Trällerlärchen, die auf der Bühne zappeln und meinen tatsächlich ein Star werden zu können, sondern um die drei Juroren, allen voran Dieter “Penisbruch” Bohlen, der bereits schon mehr als einmal für Skandaltiraden in den deutschen Boulevard-Blättern sorgte, damit aber anscheinend ein auskömmliche Leben führt.
Wie auskömmlich das sein muss, lässt sich daran erkennen, dass RTL letztes Jahr von der Künstlersozialversicherung verpflichtet wurde, an diese allein 173.000 Euro Beiträge abzuführen, eine stolze Summe bei einem Beitragssatz von knapp 5%. RTL weigerte sich, wurde jedoch vom Sozialgericht Köln letztes Jahr in seiner Auffassung nicht bestätigt, das die Sprüche von Dieter Bohlen tatsächlich als Kunst ansahen.
Das Landessozialgericht NRW in Essen bestätigte jetzt diese Auffassung, weil das Künstlersozialversicherungsgesetz keinen besonderen Qualitätsrahmen vorgeben würde. Für Kritiker der Show mag die Entscheidung ein Gutes haben, denn die Richter widersprachen damit RTL in seiner Auffassung, dass die Juroren “Experten” und nicht “Künstler” sind.
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Geschrieben von: Marian Härtel
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