Warum liest niemand, was man ihm schreibt?
Viele mögen meinen, dass Inkassounternehmen schon -ohne mit ihnen jemals in Kontakt gekommen zu sein-Â eine Plage sind. Wie dem auch sei, leider lesen die guten Damen und Herren auch nicht, was man ihnen schreibt…
Ich schrieb denen nämlich, dass meine Mandantin bestreitet bei einem Umzug in eine andere Wohnung, zwei Häuser weiter, jemals einen neuen Vertrag abgeschlossen zu haben und schon gar nicht, ohne einer überraschenden AGB aufgesessen zu sein, und weitere 24 Monate Mindestvertragslaufzeit akzeptiert zu haben.
Die Antwort des Inkasso-Unternehmens war wenig erhellend, denn sie antworteten, dass sie der Mandantin nach Umschaltung des Anschlusses mitgeteilt hätten, dass weitere 24 Monate begonnen haben – und legten die offenen Rechnung erneut bei. Erst wollte ich mir die Haare ein wenig ausrupfen, aber dann dachte ich an das typische Männerproblem und dass ich auch auf natürlichem Wege bald meine Haare verliere. Also rief ich dort an.
Der gute Herr am Telefon tat erst so, als ob er mein Schriftsatz lesen musste, machte sich sodann aber unglaubwürdig, als er von mir verlangte, dasss ich das, was ich ihm gerade am Telefon sagte, und was in meinem ersten Schreiben stand, doch bitte noch einmal zufaxen solle. Das könne ich auch gerne handschriftlich auf deren Antwortschreiben erledigen.
Also meine handschriftliche Sauklaue könnte niemand entziffern und daher fasste ich den Sachverhalt noch einmal also Ausdruck zusammen und faxte es dem netten Gesprächspartner. Auf die Antwort bin ich einmal gespannt.
Geschrieben von: Marian Härtel