Universität Bielefeld: Gewaltspiele haben nur wenig Einfluss auf Jugendgewalt

Ich persönlich kann bei dieser Diskussion immer nur auf meine eigenen Erfahrungsgrundsätze verweisen, was ich aus dem Bekanntenumfeld mitbekomme und was nach eigenen empirischen Schätzungen für mich logisch ist. Dass dies nicht wirklich wissenschaftlich ist, weiß ich aber selber.

Die Soziologiewissenschaftler der Universität Bielefeld waren bei diesen Gesichtspunkten aber hoffentlich gründlicher. Jedenfalls dürfte das Ergebnis einer jetzt schon sechsjährigen Studie den Herren Gewaltspielekritiker aus Bayern gehörig die Suppe versalzen. Die Studie kommt nämlich zu dem Ergebnis, dass Gewaltspiele nur wenig Einfluss auf Jugendgewalt haben.

Einen direkten Zusammenhang zwischen Gewaltspielen und eigener Gewaltausübung konnten die Wissenschaftler unter Leitung von Prof. Dr. Jost Reinecke, Soziologe an der Universität Bielefeld, nach intensiven Befragungen nicht feststellen. Auch wenn er selbst den Inhalt so einiger Spieletitel durchaus Besorgnis erregend, und mir geht es da mitunter nicht anders, so sind Meinungs-, Handlungs-, und Berufsfreiheit nun einmal hoch geschützter Grundrechtsgüter in Deutschland, die auch nicht zwingend durch den Schutz der Rechtsgüter Dritter einzuschränken sind, da die allermeisten Spieler zwischen realer und virtueller Welt sicher unterscheiden können.

Geschrieben von: Marian Härtel

Kein Wahl-O-Mat zur Bayernwahl wegen Fehlens der ÖDP?

Wie die Bundeszentrale für politische Bildung mitteilt, darf der vom Bayerischen Jugendring herausgegebene Wahl-O-Mat zur Landtagswahl 2008 in Bayern nach einer einer Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgericht vom 9. September nicht in der bisherigen Form erscheinen, weil er die Partei ÖDP nicht berücksichtigt. Das Gericht gab damit einem Antrag der ÖDP statt.

Der Bayerische Jugendring hatte sechs Parteien zur Teilnahme im Wahl-O-Mat eingeladen. Die Auswahl beruhte auf den bei allen bisherigen Ausgaben des Wahl-O-Mat gültigen Kriterien: Berücksichtigt wurden Parteien, die bereits im Bayerischen Landtag vertreten sind sowie jene, die laut Umfrage zur Landtagswahl mindestens drei Prozent der Wählerstimmen erhoffen konnten. Daher waren im Wahl-O-Mat Bayern neben der CSU, DIE LINKE, Bündnis 90/ Die Grünen und SPD auch erstmals die Freien Wähler vertreten.

Die Bundeszentrale hat anlässlich früherer Ausgaben des Wahl-O-Mat die rechtliche Zulässigkeit eines Ausschlusses von Parteien auf der Grundlage dieser Kriterien durch Juristen prüfen lassen. Dr. Helmut Redeker und Prof. Dr. Holger Schwemer befanden in ihren Gutachten einen Ausschluss zulässig und stuften die Kriterien als sachgerecht ein. Alle anderen zur Wahl zugelassenen Parteien werden durch das begleitende Online-Angebot der Bundeszentrale “Wer steht zur Wahl” vorgestellt und haben Gelegenheit, sich zu sieben wichtigen landespolitischen Fragen zu äußern.

Der Wahl-O-Mat ist ein Online-Angebot der politischen Bildung und versucht, durch Kürze, Übersichtlichkeit und Klarheit vor allem Erst- und Nichtwähler anzusprechen, für die sich bei der oft komplexen Darstellung der politischen Positionen der Parteien die Unterschiede zwischen den Parteiprogrammen nur schwer erschließen. Der Wahl-O-Mat bietet auf kurze und verständliche Thesen kurze und klare Antworten der Parteien “ von den Parteien jeweils autorisiert. Es ist nicht möglich, dabei alle zur Wahl zugelassenen Parteien, Wählervereinigungen und Einzelkandidaten einzubeziehen “ denn bei Landtagswahlen können dies 20 bis 30 sein.

Um die Unterschiede ihrer Positionen rechnerisch ermitteln und darstellen zu können, bräuchte der Wahl-O-Mat Antworten auf eher 100 statt wie bisher 30 Thesen. Die Benutzung würde statt 15 Minuten eine Stunde dauern. In dieser Form würde das Angebot seinen Zweck als “erster Kontakt für Themen der Politik und Wahlen” nicht mehr erfüllen.

Die Bundeszentrale für politische Bildung prüft derzeit, inwieweit der Bayerische Jugendring als Lizenznehmer des Wahl-O-Mat bei eventuellen juristischen Schritten unterstützt werden kann.

Geschrieben von: Marian Härtel

Frogster-IP richtet Virtual Worlds Camp in Berlin aus

Frogster-IP, Publisher von Onlinespielen wie beispielsweise das kommende “The Chronicles of Spellborn”, richten am 24. September in Berlin das Virtual Worlds Camp aus. Frogster Interactive Pictures AG präsentiert sich als Ort im Land der Ideen

Am 24. September 2008 feiert Frogster Interactive Pictures ebenso die Auszeichnung als žOrt im Land der Ideenœ. Anlässlich ihres Ideen-Tags richtet Frogster in ihren neuen Geschäfträumen das žVirtual Worlds Campœ aus, bei dem ausgewählte Redner aus den Bereichen Games, Musik, Medien und Web 2.0 Kurzvorträge aus dem Spektrum virtueller Welten halten und Diskussionsrunden leiten.

Inhaltlich beleuchten die Sessions den Themenkomplex Online-Games und virtuelle Welten aus verschiedenen Perspektiven im Zusammenhang mit weiteren Medien und Kanälen. Sie sind als freie Diskussionsrunden mit der Möglichkeit zur spontanen Diskussion angelegt. Als Gastredner sind dazu insbesondere Kooperationspartner von Frogster sowie Experten aus dem Bereich Online-Games und angrenzenden Branchen eingeladen. Auf der Basis ihrer Kurzvorträge zu aktuellen Trends, Kooperationsmodellen und innvotiven Konzepten erhalten Teilnehmer, geladene Gäste und Medien Raum für angeregte Diskussionen.

Den Eröffnungsvortrag des Virtual World Camps hält Sunny Park, Gründer und Geschäftsführer der Frogster Studios in Korea. Der ehemalige General Manager International Marketing bei Gravity, einem der weltweit führenden Anbieter von Massively Multiplayer Online Games (MMORPGs), spricht zum Thema žWhy online games will be the next mainstream for the gaming industryœ. Im Anschluss daran wird Richard van Barneveld, CEO des paneuropäischen Publishers Game Entertainment Europe in einer Keynote die Dimension der Entwicklung auf dem europäischen Markt beleuchten und das Thema so wieder in einen lokalen Zusammenhang zurückführen.

Weitere Informationen findet man hier. Vielleicht trifft man den einen oder anderen Kollegen aus der Branche und Leser auf Rechtmedial.de dort?

Geschrieben von: Marian Härtel

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