“Die üblen Tricks der Online-Abzocker” – Onlinespiele unter Beschuss

Da schlägt man heute nichtsahnend den Berliner Kurier (er gehörte jemanden anderes!) auf und findet dort einen Artikel mit der Schlagzeile:

Die üblen Tricks der Online-Abzocker: Viele angeblich kostenlose Onlinespiele kosten viel Geld

Auch wenn ich bei dem Thema Onlinespiele natürlich nicht ganz neutral bin, aber selten habe ich einen derart fehlerhaften und reißerischen Artikel gefunden. Von den Urheberrechtverletzungen durch Benutzungen von Grafiken aus Metin 2 und weiteren Onlinespielen einmal abgesehen, strotzt der Artikel nur so von Fehlern bzw. gezielten Falschdarstellungen.

Von Problemen der Rechtsgültigkeit der Verträge über – zumindest angedeutet – angeblich in AGB versteckten Kosten, bis hin zu der Aussage, dass das Geld beim Unternehmen “Bigpoint” landen würde, von dem weder Metin 2, noch die anderen abgebildeten Spiele in Deutschland angeboten werden, reicht die Palette.

Ob sich die betreffenden Unternehmen, von denen zwei gerade erst auf Platz 2 und Platz 3 des Deloitte Fast 50-Award gekommen sind, wirklich von einem Boulevardblatt in Berlin als “Abzocker” betiteln lassen wollen bzw. ob dies noch von der Pressefreiheit gedeckt sein könnte, dürfte die Justiziare der Berliner Verlag GmbH unter Umständen in den kommenden Tagen beschäftigen ;-)

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Geschrieben von: Marian Härtel

2 Responses to ““Die üblen Tricks der Online-Abzocker” – Onlinespiele unter Beschuss”

  1. cen Says:

    Die Screenshots dürften ja evtl. durch das Zitatrecht abgedeckt sein. Im übrigen ist ja schon was dran, dass viele online-Spiele die Spieler damit ködern, kostenlos zu sein, nur um dann sukzessive doch viel Geld zu verlangen, zB für Extras, die dieser irgendwann – nachdem er bereits zig Std. in das Spiel investiert hat – benötigt, um weiter “aufsteigen” zu können.

  2. Marian Härtel Says:

    a) Sind es keine Screenshots, sondern schlicht Grafiken und Zitatrecht, ohne dass man zitiert, sondern nur illustriert, ist ja wohl eine ganz heikle Sache…das Zitatrecht erlaubt nicht! dass man Grafiken benutzt, um Dinge zu verschönern, sondern um sich eben mit DIESER Grafik auseinanderzusetzen

    b) Würde wohl keiner etwas sagen, wenn es eine sachliche Auseinandersetzung damit gäbe, aber egal wie es läuft, sind Aussagen wie “Abzocker”, “üble Tricks” und ähnliches ziemlich sicher keine Meinung mehr sondern reine Schmähkritik.

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