Aus dem Leben eines Spieleanwaltes…

…berichtet dieser Blog schon zur Genüge, aber auch der sehr geschätzte Kollege Dr. Andreas Lober gehört zu den führenden Köpfen unserer, zum Glück noch recht seltenen Gattung. Die FAZ, man höre und staune, hat dazu sogar einen Onlineartikel veröffentlicht.

Lesen kann man diesen Artikel hier. Und wenn sich der ein oder andere weiterhin fragt, ob die, die wir uns viel – wenn natürlich auch nicht nur – mit den rechtlichen Problemkreisen von Computerspielen beschäften, nicht doch etwas seltsam sind. Mir soll es recht sein. Wir wenigen Kollegen teilen uns einen deutschen Gesamtmarkt von 2,68 Milliarden Euro doch gerne alleine unter uns auf ;-)

Geschrieben von: Marian Härtel

Chinesische Goldverkäufer und die Angst vor dem Anwalt

Es war gar nicht so leicht für eine Mandantin gegen Webseiten chinesischer Unternehmen vorzugehen, die in Deutschland zwar Dienstleistungen für diverse Onlinerollenspiele anbieten, aber sich dabei natürlich nicht an deutsche Gesetze halten wollen. Auf die Abmahnung gab es natürlich keine Reaktion und zunächst hatte es auch den Eindruck, dass die Zustellung der einstweiligen Verfügung keinen Effekt gehabt hat; die Beantragung von Ordnungsgeld war schon beim zuständigen Gericht als…

…als gestern in der Kanzlei ein Einschreiben zugestellt wurde, darin ein handgeschriebener Brief, dass man die Verfügung anerkenne und doch bitte eine neue Rechnung wegen den Kosten zuschicken solle. Noch am gestrigen Tage änderten sich auch noch alle weiteren Sachlagen in der zugehören Akte. Denn plötzlich wurde die Domain an an eine kanadische Firma abgegeben und die DENIC kommt nur wieder doch ins Spiel, da plötzlich existiert weder deutscher Domaininhaber, noch ein deutscher Admin-C existiert, was gegen die Domainbestimmungen der DENIC verstößt. Und ebenfalls am selben Abend stellte man auf der Webseite sogar die Rechtsverstöße ab, was ich nun – so ehrlich bin ich – eigentlich nicht erwartet habe.

Die Sache wird für die chinesischen Miterdenbewohner aber wohl trotzdem unangenehm ausgehen, da sie – wohl aus Respekt vor unseren Briefen – die Domain ins Ausland transferiert haben. Jetzt muss die DENIC nämlich eine ausländische Adresse anschreiben, den Brief aber mit dem Länderkürzel Deutschland bestücken. Da eine solche Post wohl nicht beim Empfänger ankommen wird, dürfte die Domain nächste Woche wohl im Transit landen ;-)

Geschrieben von: Marian Härtel

Wer oder was sind Wimmelbildspiele….

…und ich dachte, ich kenne mich in der Spieleindustrie aus! Weit gefehlt, denn der Begriff Wimmelbildspiele ist mir bis vor ein paar Tage noch nicht unter die Kulleraugen gekommen.

Ich zitiere einmal die Buchvorlage aus Wikipedia:

Charakteristisch ist das im Verhältnis zu anderen Bilderbüchern große Format. Häufig werden Formate größer als A 4 gewählt. Auf den sich dann im Buch meist doppelseitig erstreckenden Bildern wimmelt es von detailliert dargestellten Menschen, Tieren und Dingen, woraus sich der Name der Bilderbuchart ergibt. Innerhalb eines Bildes werden dutzende kleine Alltagsszenen dargestellt, die miteinander durch die gemeinsame Umgebung, wie zum Beispiel einen Zoo, eine Stadt oder einen Bauernhof, verbunden sind.

Daraus haben lustige Computerprogrammierer die Wimmelbildspiele gemacht. Beispiele dafür findet man hier. Spielt jemand der Leser so etwas selber? Macht das langfristig Spaß?

Geschrieben von: Marian Härtel

Schützt die Daten!

In Ausgabe 21/2008 auf Seite 37 der MIM – Magazin 4the Interactive Market, aus dem Hause Mediatainment, findet man meine aktuelle Kolumne, dieses mal zum Thema Datenschutz, wie Spielepublisher von dem Themen betroffen sind und was sie beachten sollten.

Der Artikel kann jetzt auch online gelesen werden, indem man hier auf “Aktuelle Ausgabe” klickt. Zum Lesen der Zeitschrift wird der Flashplayer benötigt.

Geschrieben von: Marian Härtel

USA: Sammelklage gegen Spielepublisher EA wegen Spore-Kopierschutz

In den USA wurde gegen Electronic Arts eine Sammelklage wegen des Kopierschutzes, den der Publisher in dem Spiel “Spore” nutzt, anhängig gemacht.  Die Klage bemängelt, dass bei der Installationv on Spore der Kopierschutz SecuROM installiert wird, obwohl auf der Verpackung und an sonstigen Stellen darauf nicht hingewiesen wird. Gleichzeitig wird SecureRom bei einer Deinstallation jedoch nicht wieder entfernt, sondern “nistet” sich im System ein.

Sicherlich ist die Klage aufgrund des regiden Kopierschutzes von Spore besonders inspiriert worden. Mangelnde Rechtskenntnisse meinerseits im US-amerikansichen Verbraucherrecht verhindern, dass ich mehr zu den Erfolgschancen sagen kann, aber in der Vergangenheit muss  Ubisoft wg. Starforce und Sony wg. des Audio-CD-Rootkits auch schon bluten.

Mehr Informationen gibt es hier.

Geschrieben von: Marian Härtel

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